Rainbow Mountain – Wahnsinnig schön und traurig zugleich

Während unserer Zeit in Cusco haben wir auch einen Tagesausflug zum immer berühmter werdenden Rainbow Mountain unternommen. In der Stadt gibt es kaum einen Touranbieter der diesen Ausflug nicht auch mit im Angebot hat. Das war am Anfang etwas verwunderlich für Franz, denn bei seinem letzten Besuch in Peru vor 3 Jahren gab es davon noch keine Spur. Später erfuhren wir auch den traurigen Grund dafür. Am besagten Tag sollten wir um 3:00 in der Nacht vom Transport abgeholt werden. Na ja, das klappte nicht ganz so reibungslos. Nach 45 Minuten, mehreren Nachrichten und Anrufen bei der Agentur, zwei halberfrorenen Mückis mussten wir dem Auto auf einer Hauptstraße entgegenkommen. In Südamerika “funktioniert” Organisation halt ein bissi anders als man es gewohnt ist. Nach 4 Stunden Fahrt gab es in Japura erstmal Frühstück bevor es weiterging zum Ausgangspunkt unserer Wanderung. Schon die Fahrt durch das Tal dahin war wunderschön und wir waren mega gespannt ob der Rainbow Mountain, der eigentlich Vinicunca heißt, dem Hype und seinen Bildern gerecht wird.

Wir waren eine Riesentruppe, die mit 3 Minibussen ankamen. Und wir waren bei weitem nicht die einzigen! Es gab mehrere Hundert Menschen, die mit uns zusammen den Rainbow Mountain stürmten. Das war seit langem eine der touristischsten Touren, die wir gemacht hatten! Die Wanderung ging los auf ungefähr 4500 m und geht bis 5100 – 5200 m rauf. Beim Umschauen dachte ich mir still, dass viele der Leute nicht so aussahen, als ob sie diese Anstrengung packen (Ergänzung Franz: Weil sie umrumpfig waren). Es war das erste Mal, dass wir beide so hoch waren! Ich war mir selbst nicht sicher, ob ich das problemlos packen würde. Aber natürlich gab es dafür auch eine Lösung. Die Dorfbewohner warteten um die Ecke mit Pferden für die weniger fitteren Besucher. Und so machte unsere Karawane aus Pferden, Dorfbewohnern und Touristen zu Fuß los Richtung Aussichtspunkt.

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Fast geschafft!
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Der Gletscher ist so weiß, man kann ihn kaum von den Wolken unterscheiden

 

Lasst es euch gesagt haben: es war anstrengend! Die Luft ist sehr dünn und man muss ein Tempo finden bei dem man trotzdem halbwegs regelmäßig atmen kann. Es sind ungefähr 7 km in eine Richtung. Also schlepp schlepp keuch für ungefähr 2,5 Stunden. Während dieser Zeit läuft man durch eine atemberaubend schöne Berglandschaft durch: Gletscher in der Ferne, tiefrote Hänge, ein Farbgewirr aus Grün, Gelb, Rot, Schwarz und Weiß und dazwischen Alpakas, die auf den Wiesen grasen. Einfach nur Wahnsinn. Oben endlich angekommen, wird man mit einem noch schöneren Blick in das dahinterliegende Tal belohnt und natürlich auf den Helden des Tages: den Rainbow Mountain himself. Der Wind weht beißend und es ist bitterlich kalt, aber wir verbrachten doch ca.30 Minuten ganz oben, sich immer wieder im Kreis drehend. Wir konnte uns nicht entscheiden, welche Seite die Schönere ist.

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Ein Blick zurück

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Zeit für ein Touribild

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Das rote Tal

 

 

 

Wir haben auch vom Reiseführer erfahren, dass vor ein paar Jahren der Rainbow Mountain noch von einem Gletscher bedeckt war. Dieser ist aber komplett geschmolzen durch die Erderwärmung und hat das darunterliegende Farbspektakel freigelegt.

Tourismus 1:0 Umwelt.

Auf dem Rückweg kann man das Gesehene dann auch besprechen, da der Abstieg wesentlich leichter geht. Vor allem kann man die Landschaft noch mal so richtig einsaugen und genießen.

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Über den Nachmittag gibt es wenig Spannendes zu erzählen. Nach dem Mittagessen besuchten wir noch die Lagunen auf dem Rückweg, diese konnten aber überhaupt nicht mit dem Rainbow Mountain mithalten. Außerdem waren wir da schon ziemlich müde. Um 18:00 zurück in Cusco fielen wir um ins Bett.

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Hier geht es zum Video von diesem wunderschönen Tag!

Information für Reisende:

Aktivitäten:

Agentur “Friends of the nature”:

Tour zum Rainbow Mountain mit Abholung vom Hotel und Rücktransport zur Plaza de Armas, Frühstück und Mittagessen inkludiert, Reiseführer und medizinische Versorgung, Besuch von mehreren Lagunen auf dem Rückweg

                                                                                                                                    75 Soles/ Person

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